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Montag · 27 | 06 | 2016
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CT-gesteuerte Schmerztherapie

» CT - Schmerzbehandlung
» Periradikuläre Therapie
» Facetteninfiltration
» Änderungen der Vergütungsordnung
 



Für Patienten mit Wirbelsäulenproblemen können wir aufgrund unserer technischen Ausstattung
und fachlichen Erfahrung folgende Behandlungsmöglichkeiten anbieten:
  • CT-gesteuerte periradikuläre Therapie (PRT)
  • CT-gesteuerte Facettentherapie (FT)
Die Periradikuläre Therapie* und die Facetteninfiltration* dienen zur Linderung oder Beseitigung chronischer Schmerzzustände im Rückenbereich, wenn andere konservative Verfahren keine Besserung bringen konnten.


CT - Schmerzbehandlung

Schmerzen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie der Kreuz-/Darmbeingelenke entstehen häufig durch ausgeprägten Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke und Bandscheiben oder auch Gelenkentzündungen z. B. an den Kreuz-/Darmbeingelenken.

Einengungen der Nervenaustrittslöcher an der Wirbelsäule können die austretenden Nervenwurzeln reizen oder es können auch Schmerzen nach Bandscheibenoperationen durch Wirbelverschiebungen oder Narbenbildungen auftreten. Bleiben die üblichen Behandlungen ohne Erfolg, so bietet sich das gezielte Einspritzen von Schmerzmedikamenten oder entzündungshemmenden Medikamenten an. Mit Hilfe der Computertomographie kann nach entsprechender Planung und Kontrolle die Schmerzbehandlung genau am den Ort der Schmerzentstehung erfolgen.

Der zu behandelnde Befund wird zunächst computertomographisch dargestellt. Der Zugang zu dieser Stelle mit einer Spezialkanüle wird geplant und nach Vorschieben der Nadel noch einmal durch eine CT-Aufnahme überprüft. Sobald der entsprechende Bereich erreicht ist, wird die Medikamentengabe durchgeführt. Nach der Medikamenteneinspritzung ist es sinnvoll, dass Sie ca. 30 Minuten in der Praxis verbleiben, um eventuelle Spätreaktionen feststellen zu können. Sie sollen nicht selbst Auto fahren. Als Nebenwirkungen sind u.a. Blutergüsse (Hämatome) an der Einstichstelle, selten vorübergehende Schwäche oder Gefühlstörungen und andere Nebenwirkungen der Medikamente zu beachten.


Periradikuläre Therapie

Radix ist die Wurzel, in diesem Fall eine Nervenwurzel. Es sollen bei dieser Therapie schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente direkt an den schmerzenden Nerven heran gebracht werden und diesen umfliessen (peri=herum). So kann eine sehr hohe Konzentration der Wirkstoffe direkt am Ort der Schmerzentstehung erreicht werden. Dies wäre bei der Einnahme über den Magen nicht möglich, da dann die schmerzstillenden Substanzen im ganzen Körper verteilt werden und so nicht mehr gezielt nur dort wirken wo sie wirklich gebraucht werden.


Facetteninfiltration

Das Facettengelenk heisst auf deutsch kleines Wirbelgelenk. Diese Gelenke sind die Verbindung zwischen 2 Wirbelbögen. Die Gelenke neigen zur Abnutzung (Arthrose) und können starke Schmerzen verursachen. Hier werden die Medikamente ebenfalls direkt an den Ort der Schmerzentstehung gespritzt, nämlich direkt in die Gelenke.  



Änderungen der Vergütungsordnung

Durch Änderungen der Vergütungsordnung EBM ist mit Beginn des 3. Quartals 2013 die PRT - Periradikuläre Therapie nicht mehr verordnungsfähig. Sie kann nur noch Selbstzahlern bzw. privatversicherten Patienten angeboten werden. Außerdem kann das seit Jahren verwendete Kortisonpräparat bei dieser Anwendung wegen dafür fehlender Zulassung nicht mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassenangewendet werden.

Die Facetteninfiltration ist für gesetzlich Versicherte nur noch von einem Arzt mit Zusatzbezeichnung Schmerztherapie verordnungsfähig. Bitte fragen Sie bei Bedarf direkt bei uns nach.

 
 

Letzte Aktualisierung:
28.04.2016


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